Welche Arten von Aminosäuren gibt es?

Aminosäuren sind organische Verbindungen, die wenigstens eine Aminogruppe (-NH2) und eine Carboxygruppe (-COOH) enthalten. Im menschlichen Erbgut sind 20 Aminosäuren angelegt, die Proteine bilden und deshalb als proteinogen bezeichnet werden. Daneben gibt es ungefähr 250 Aminosäuren, die keine Proteine bilden. Durch sie wird zum Beispiel Zucker gebildet.

Die 20 proteinogene Aminosäuren sind auch als Standardaminosäuren bekannt. Sie lassen sich in drei Gruppen einteilen: essentielle, semi-essentielle sowie nicht-essentielle Aminosäuren.

Für den Menschen essentiell sind 8 Aminosäuren, da er sie nicht selbständig herstellen kann, sondern auf die Zufuhr von außen angewiesen ist: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phentylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin.

Arginin und Histidin bilden die Gruppe der sogenannten semi-essentiellen Aminosäuren. Diese müssen in bestimmten Situationen mit der Nahrung aufgenommen werden.

Die 10 nicht-essentiellen Aminosäuren vermag der Körper prinzipiell selbst zu produzieren. Folgende Aminosäuren zählen dazu: Alanin, Asparagin, Asparaginsäure, Cystein, Glutamin, Glutaminsäure, Glycin, Prolin, Serin und Tyrosin.

Es gilt zu beachten, dass die Einstufung in »essentiell« und »nicht-essentiell« in keiner Weise bedeutet, dass eine Gruppe weniger wichtig ist als die andere. Denn es wird mit der Einteilung nicht bewertet, ob der Körper ausreichend mit Aminosäuren versorgt ist. Der konkrete Bedarf an Proteinen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt. Wie viel von den semi-essentiellen und nicht-essentiellen Aminosäuren vom Körper selbst produziert wird bzw. werden muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Je nach Alter, geistiger und körperlicher Beanspruchung benötigt der menschliche Organismus Aminosäuren in unterschiedlicher Menge, um gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Auf die Struktur kommt es an

Aus biochemischer Sicht lassen sich die proteinogenen Aminosäuren nach ihrer Struktur unterscheiden. Sie kommen in zwei symmetrischen Formen vor: der L- und der D-Struktur. Für den Körper natürlich ist allerdings bei allen Aminosäuren nur die L-Struktur. Deshalb sollte bei der Aufnahme von zusätzlich benötigten Aminosäuren, z.B. durch Nahrungsergänzungsmittel, darauf geachtet werden, dass es sich bei den Inhaltsstoffen um eine L- und nicht um eine D- oder DL- (gemischte) Aminosäure handelt.

Wir halten fest: Die für den Menschen relevanten Aminosäuren sind die sogenannten proteinogenen Aminosäuren und von denen jeweils die L-Aminosäuren. Entscheidend für die optimale Wirkung der Aminosäuren ist die gleichzeitig ausreichende Mitversorgung des Vitamin-B-Komplexes. Alle B-Vitamine sollen in ihrer von der Natur ersonnenen Kombination und nicht einzeln aufgenommen werden, da sonst ein Wirkungsverlust droht.

Aminosäuren werden – ganz ähnlich wie Vitamine oder Mineralstoffe – auch als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Der Markt dafür ist groß und für Laien kaum zu überblicken. Wenn Sie sich für ein hochwertiges Präparat interessieren, möchten wir Ihnen unser Vergleichsportal www.aminosäuren.de ans Herz legen. Dort werden einmal jährlich die 70 wichtigsten Aminosäuren-Präparate nach wissenschaftlichen Kriterien getestet und verglichen. Erfahrungsgemäß finden sich die besten Produkte nicht im großen Online-Handel, sondern bei spezialisierten Anbietern – der Vergleich hilft Ihnen, diese zu erkennen.

News

  • »Apotheken Umschau, 2025«

    Essentielle Aminosäuren: Wann Nahrungsergänzung sinnvoll ist

    Die Apotheken Umschau widmet sich in einem ausführlichen Beitrag den essenziellen Aminosäuren. Der natürliche Muskelabbau beginnt bereits ab dem 30. Lebensjahr und beschleunigt sich im Alter. Gezielte Aminosäuren-Supplemente können helfen, diesen Prozess zu verlangsamen und die Mobilität zu erhalten. Der Bericht betont die Bedeutung der Rohstoffqualität bei der Produktauswahl.

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